Foto: Wolfgang und ich bei einem seiner Seminare in Stuttgart, 2025
“3 Dinge …"
… ein Satzanfang, der mein Leben für immer verändern sollte, und drei Prinzipien eines außergewöhnlichen Coaches, die mich bis heute begleiten.
Wolfgang hat meinen beruflichen Weg geprägt wie kaum ein anderer Mensch. Mehr noch: Er ist der Grund, warum ich überhaupt Coach geworden bin.
Kurz zu ihm: Wolfgang coacht seit 20 Jahren Athleten aus der Fußball-Bundesliga, der UFC und mehr als 20 Sportarten, darunter Teilnehmer an fünf Olympischen Spielen. Er hat über 120 Before'n'After-Transformationen veröffentlicht, Seminare in mehr als 26 Ländern auf fünf Kontinenten gehalten und über 1.800 Trainer aus mehr als 40 Ländern ausgebildet. Mit seinem Institut YPSI in Stuttgart ist er heute international eine der ersten Adressen, wenn es um Ausbildung in Training und Ernährung geht.
Wie alles begann
Acht Jahre Krafttraining lagen hinter mir. Ich wusste, dass ich stark und belastbar bin. Und trotzdem hatte ich das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Mein Körper hat einfach nicht widergespiegelt, wofür ich stehen wollte.
Mit meinem ersten Job in der Beratung hatte ich endlich das Geld für externe Unterstützung. Also habe ich in Deutschland nach einem Trainer gesucht, der wirklich Ergebnisse erzielt. Nicht nach jemandem, der gut darüber reden kann, sondern nach jemandem, der es an seinen Klienten zeigt.
Lange suchen musste ich nicht. Wer sich ernsthaft mit Training beschäftigt, landet schnell bei Wolfgang. Ich habe mir seine Website und die Ergebnisse seiner Klienten angeschaut, sofort zwei seiner Bücher gekauft und mich durch unzählige Blogartikel gelesen.
Was mich gepackt hat: Er sprach über Themen, die ich so nie gehört hatte oder nie mit Training in Verbindung gebracht hätte. Zwei Wochen später habe ich ihn kontaktiert. Seitdem arbeiten wir zusammen.
Warum nur drei Dinge?
Ich könnte Seiten füllen. Vieles, was Wolfgang seit Jahren predigt, kommt erst jetzt langsam im Mainstream an: Darmgesundheit als Faktor für Leistungsfähigkeit, der Fokus auf Protein, die Bedeutung von gutem Schlaf.
Trotzdem bleibe ich bei drei. Denn wer Wolfgang eine Frage stellt, hört fast immer denselben Anfang: "3 Dinge …". Egal ob im Seminar oder im persönlichen Gespräch, er bricht jede Antwort auf die drei wichtigsten Punkte herunter. Präzise und effizient.
Also mache ich es wie er. Hier sind die drei Punkte, die mir am Anfang die größten Aha-Momente gebracht haben.
1. Kohlenhydrate musst du dir verdienen
Kohlenhydrate sind aus meiner Sicht der am meisten missverstandene Makronährstoff. Makronährstoffe sind die drei großen Energielieferanten in deiner Ernährung: Kohlenhydrate, Fett und Protein.
Kohlenhydrate sind weder gut noch schlecht. Entscheidend ist, wie gut dein Körper sie verwerten kann. Kann er das, arbeiten sie für dich. Kann er es nicht, arbeiten sie gegen dich.
Für viele sind sie die Basis jeder Mahlzeit. Sie sind überall verfügbar, schnell zubereitet oder direkt essbar. Genau deshalb essen die meisten mehr davon, als sie brauchen. Fast jeder überschätzt seinen Bedarf.
Wie viel du verträgst, hängt vor allem von drei Dingen ab:
deinem Aktivitätslevel,
deiner Muskelmasse und
deinem Körperfettanteil.
Der Körperfettanteil ist dabei ein besonders starker Hebel. Was ich in Wolfgangs Seminaren gelernt und seitdem bei meinen Klienten immer wieder gesehen habe: Gerade das Fett am Schulterblatt und an der Hüfte verrät viel darüber, wie gut jemand mit Kohlenhydraten umgehen kann.
Für mich heißt das: nicht über Kohlenhydrate streiten, sondern die Voraussetzungen schaffen. Weniger Körperfett, mehr Muskulatur, weniger Entzündung im Körper und ein Stoffwechsel, der flexibel zwischen Fett und Kohlenhydraten als Energiequelle wechseln kann. Sind diese Hausaufgaben gemacht, werden Kohlenhydrate vom Problem zum Werkzeug: für mehr Leistung, bessere Regeneration und ein stabileres Hormonsystem.
Deshalb steigt mit sinkendem Körperfettanteil oft auch die Menge an Kohlenhydraten wieder. Du verdienst sie dir.
2. What gets measured gets managed
Klingt banal. Trotzdem hält sich im Training fast niemand daran.
Die erste Frage, die Wolfgang mir je gestellt hat: "Michael, wenn du mal darüber nachdenkst: Wie viele Menschen siehst du jeden Tag im Gym, die regelmäßig trainieren, aber keinerlei Fortschritte machen?"
Darüber hatte ich nie nachgedacht. Die ehrliche Antwort: erschreckend viele. Menschen, die mehrere Stunden pro Woche investieren und seit Jahren gleich aussehen.
Das heißt viele Menschen, investieren ihre Zeit, ihre Energie und ihren Fokus in Training - über Jahre - und machen keinerlei Fortschritt. Erschreckend, wenn man so darüber nachdenkt oder ?
Ein Satz von Wolfgang hat sich bei mir besonders eingebrannt: "Viele Menschen trainieren nicht, sie bewegen sich."
Jedes erfolgreiche Unternehmen misst seinen Erfolg an klaren Kennzahlen. Im Training ist es genauso. Wenn du langfristig vorankommen willst, musst du Fortschritt messbar machen: Körperfettanteil, Trainingsleistung, Schlaf, Verdauung und Neurotransmitter, also die Botenstoffe im Nervensystem, die Antrieb, Stimmung und Erholung steuern.
Das Spannende an Wolfgangs Ansatz: Er braucht dafür keine seitenlangen Tabellen. Mit wenigen gezielten Fragen und ein paar Messwerten hat er genug Kontext, um präzise Entscheidungen zu treffen.
3. Erfolg im Training ist Strategie, kein Zufall
Das Beeindruckendste, was ich von Wolfgang gelernt habe, ist seine Art, Probleme anzugehen. Alles in seiner Arbeit folgt einer Logik.
Je nach Ziel gibt es eine übergeordnete Strategie. Darunter liegen Checklisten, Hierarchien und Kraftverhältnisse, also feste Relationen dafür, wie stark du in einer Übung im Vergleich zu einer anderen sein solltest.
Der Weg von A nach B ist damit klar. Aber er verläuft nicht in einer geraden Linie, sondern über viele Zwischenstufen und Benchmarks. Für verschiedene Bewegungsmuster gibt es Trainingshierarchien, die du erreichen musst, bevor es zur nächsten, komplexeren Stufe geht. Für bestimmte Körperfettverteilungen gibt es klare Vorgehensweisen. Für Rückmeldungen zu Schlaf und Verdauung ebenso.
Alles dazwischen ist Detailarbeit: auf den Alltag eingehen, Lösungen für konkrete Probleme finden. Das große Bild und die Meilensteine stehen aber fest.
Ich habe viele Trainer erlebt, die immer nach demselben Muster arbeiten. Abnehmen heißt Kaloriendefizit plus Training. Zunehmen heißt Kalorienüberschuss plus Training. Aber kaum jemanden, der für die Ziele seiner Kunden ein klares Gesamtbild im Kopf hat, mit Regeln, Reihenfolge und Meilensteinen.
Für mich war das neu. Und gleichzeitig so logisch, dass ich es vom ersten Tag an übernommen habe.
Warum ich immer wieder nach Stuttgart fahre
Wolfgang ist seit fünf Jahren mein Coach. Und ich fahre bis heute regelmäßig zu ihm nach Stuttgart, weil ich jedes Mal etwas Neues mitnehme.
Er ist direkt, zielgerichtet und effizient, und er weiß immer, wohin es gehen soll. Was mich am meisten beeindruckt: Er hat nicht nur auf jede Frage eine Antwort. Er bringt sie so klar auf den Punkt, dass sie sofort hängen bleibt.
Diese drei Prinzipien sind bis heute das Fundament meiner Arbeit als Coach. Keines davon ist kompliziert. Aber jedes trennt Training, das funktioniert, von Training, das nur Zeit kostet.
Was du daraus mitnehmen kannst
Du musst nicht jeden Coach kopieren, von dem du lernst. Viel wertvoller ist es, zu verstehen, warum er etwas tut, und diese Logik auf deine eigene Situation zu übertragen.
Ein Prinzip, das du kennst, aber nicht anwendest, ist nichts wert.
Danke für alles, Wolfgang.
Du willst wissen, wo du gerade stehst?
Genau so arbeite ich mit meinen Klienten: erst messen, dann eine klare Strategie, dann Schritt für Schritt umsetzen. Wenn du herausfinden willst, wie das für dich aussehen kann, buch dir ein Erstgespräch: calendly.com/mschmaderer
Fragen? Schreib mir an office@nastac.de.